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....Finneneinwanderung
und Kalender von 1648.... Vorfahren angelten den Vänerlachs im Trysilfluß mit
Fischspieß und jagten den Bären mit einem Vorderlader.
Ich heiße Snorre Grønnæss, bin 1945 geboren und habe, wie man vielleicht ahnen
kann, viel Zeit mit Fischen und angeln verbracht. Dieses Interesse für die Natur
liegt wohl in den Genen. Seit der Zeit in der meine finnischen Vorfahren sich
hier in der Mitte des 16. Jahrhunderts niederließen und fast bis zu unseren Tagen
hat der Wald, das Wild und der Fisch einen wesentlichen Beitrag zur Ansiedlung
und zum Überleben geleistet.

Ich selber bin die 8. Generation auf dem väterlichen Hof, der in der Mitte des
17. Jahrehunderts gebaut wurde. Die Gegenstände, die auf dem Hof aufbewahrt werden,
bezeugen deutlich, daß die Zeiten nicht immer so waren wie heute. Als Kuriosität
kann ein Kalender von 1648 genannt werden. Dieser geht bis ins Jahr 2000und zum
Schluß ist mit der Hand geschrieben: " Wenn die Welt solange besteht". Man kann
fast bis zum heutigen Tag den Geruch eines Bären in dem Vorderlader riechen, welches
im 18. Jahrhundert benutzt wurde. Der erste Fotoapperat meines Urgroßvaters zeigt,
daß die Technik in diesem Gebiet einen riesen Sprung getan hat. Er begann in der
Mitte des 18 Jahrhunderts zu fotografieren und durch Ihn haben wir eine reiche
Fotodokumentation von der letzten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
An Angelausrüstungsgegenstände befindet sich Fischspieß, wobei die eine für ein
fischen des Vänerlaches, der ungehindert in unsere Gewässer kam, dimensioniert
ist. Es wäre wohl ein Wunschtraum, daß dies wieder möglich wäre, aber dann sollte
man den Lachs ohne Fischspieß treffen. Vom frühen 19. Jahrhndert haben wir Fliegen
mit japangut. Dies erzählt uns zweierlei. Zum einen begann Fliegenfischen in dieser
Zeit in unserer Region mehr gewöhnlich zu werden, zum anderen, daß die technische
Entwicklung dazu geführt hat, daß nicht nur die Angelschnur erheblich verbessert
wurde, sondern auch, daß die Fliegen heute sehr unterschiedlich sind. Die alten
Fliegen waren deutlich englisch inspiriert, mehr oder minder voll eingekleidete
Lachsfliegen in Miniformat.

Foto:
Tord Eriksson
Man hat über längere Zeit gesagt: Früher waren die Fische zahlreicher und viel
größer. Mit aller Wahrscheinlichkeit ist dies wahr, auch wenn man in einzelnen
Fällen bewußt oder unbewußt eine Tendenz zum Übertreiben hat. Ausrüstung und Technik
verbessern sich ständig. Während meiner 50-jährigen Karriere als Angler habe ich
erlebt und erfahren, daß nicht nur die Fischanzahl zurückging, sondern, daß besonders
die großen Fische im Fang immer seltener geworden sind. Welche reichen Fischbestände
es hier in früherer Zeit gegeben hat können wir uns heute kaum vorstellen. Auch
wenn wir heute finden, daß der Bestand im Trysilfluß gut ist, besteht kein Zweifel
darin, daß wir heute nur noch einen Schatten von dem sehen was einmal war, was
wieder einmal betont, welches Produktionspotential der Fluß an und für sich hat.

Meine Vision ist, daß wir durch die Maßnahmen von Gjerfloen Fliegenfischen mit
bag-limit und hohen Mindestgrößen, in einige Jahre wieder einen Rausch der alten
Zeit erleben können.
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